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Mariana Sadovska / Yuriy Gurzhy: "Nicht vorbei – Stimmen der Erinnerung“

Past Event Arts Musical

Date & Time

📅 Fri, Jan 30, 2026

🕐 7:00 PM

Ends: Fri, Jan 30, 2026 at 8:30 PM

Location

📍 Sophienkirche

Große Hamburger Straße 29-30, 10115 Berlin, Germany, Berlin, BE, 10115

🏙️ Berlin

About This Event

Mariana Sadovska / Yuriy Gurzhy: Nicht vorbei – Stimmen der Erinnerung“ Raumkonzeption: Anna Mesniankina

Yuriy Gurzhy und Mariana Sadovska: "Nicht vorbei – Stimmen der Erinnerung“

Raumkonzeption: Anna Mesniankina

Das Duo entwickelt ein Repertoire aus eigenen Kompositionen, traditionellen Liedern und Vertonungen jüdisch- ukrainischer Lyrik aus verschiedenen Epochen. Chassidische Nigunim gleiten in ukrainische Volksweisen hinüber, Melodien einer Dorfhochzeit verwandeln sich in Beschwörungen, und die Drones von Sadovskas Keyboard verschränken sich mit Gurzhys elektrischen Gitarrenlinien, zersplitterten Beats und gesampelten Echos der Vergangenheit. Die Musik der beiden wird zu einem vibrierenden Navigationssystem durch ein Identitäten- Labyrinth, in dem Erinnerung ein lebendiges Wesen ist – manchmal unbequem, oft fordernd, stets unverzichtbar.


  • „Eintritt frei für Geflüchtete und Personen mit Berlinpass bei Vorlage der Bescheinigung.“

Über Yuriy Gurzhy und Mariana Sadovska:


Mariana Sadovska stammt aus Lwiw und lebt in Köln. Wenn sie nicht gerade mit einem ihrer vielfältigen Projekte unterwegs ist, in denen sie archaische Gesänge ihrer ukrainischen Heimat mit zeitgenössischen Sounds verbindet, komponiert sie Musik für internationale Theaterproduktionen.


Yuriy Gurzhy ist in Charkiw aufgewachsen und lebt in Berlin. Als Musiker, DJ und Autor vereint er Tradition und Popkultur auf unverwechselbare Weise. Seine Alben und Compilations erscheinen bei renommierten Labels; mit dem Ukrainischen Kriegstagebuch für den Tagesspiegel hat er eine Chronik der Gegenwart seiner Heimat geschaffen.


Gemeinsam standen sie 2021 mit der Sängerin und Kantorin Svetlana Kundish in der Produktion Songs for Babyn Yar (Regie: Josephine Burton) auf Bühnen in London, Berlin und Kyjiw – einem musikalischtheatralischen Werk, das das Massaker von Babyn Jar nicht musealisiert, sondern als offene Wunde zeigt, die in die Gegenwart hineinblutet.


Vier Jahre später knüpfen Sadovska und Gurzhy diesen Faden neu – mit einem Konzert, das Erinnerung nicht als Pflichtübung, sondern als künstlerische Notwendigkeit versteht: radikal subjektiv, klanglich risikofreudig und getragen von der Überzeugung, dass Vergangenheit immer Gegenwart ist. Was heißt erinnern, wenn der Krieg zurück ist, wenn das Gestern im Heute explodiert? Gemeinsam suchen sie nach möglichen Antworten.


14 © Marcus Lieberens, Oleksandr Osipov


Über die Performance:


Das Duo entwickelt ein Repertoire aus eigenen Kompositionen, traditionellen Liedern und Vertonungen jüdisch- ukrainischer Lyrik aus verschiedenen Epochen. Chassidische Nigunim gleiten in ukrainische Volksweisen hinüber,


Melodien einer Dorfhochzeit verwandeln sich in Beschwörungen, und die Drones von Sadovskas Keyboard verschränken sich mit Gurzhys elektrischen Gitarrenlinien, zersplitterten Beats und gesampelten Echos der Vergangenheit. Die Musik der beiden wird zu einem vibrierenden Navigationssystem durch ein Identitäten- Labyrinth, in dem Erinnerung ein lebendiges Wesen ist manchmal unbequem, oft fordernd, stets unverzichtbar.


Über das Ukrainische Institut:


Das Ukrainische Institut ist eine staatliche Einrichtung, die sich der weltweiten Förderung und Präsentation der ukrainischen Kultur widmet, sowie kulturelle Beziehungen zu anderen Ländern aufbaut und pflegt. Ziel des Instituts ist es, die internationale Präsenz der Ukraine durch interkulturelle Zusammenarbeit zu stärken. Seit 2018 ist das Institut mit seinem Hauptsitz in Kyjiw weltweit tätig. Im Jahr 2023 eröffnete es seine ersten Zweigstellen in Deutschland und Frankreich. 2025 hat die Repräsentantin des Ukrainischen Instituts in den Niederlanden mit ihrer Arbeit begonnen. Das Ukrainische Institut ist dem ukrainischen Außenministerium angegliedert.


Ausstellung:


Anna Mesniankina – Triptychon zu Babyn Jar


Die Malerin Anna Mesniankina hat zum Thema Babyn Jar einen Teil eines Triptychons geschaffen, das im Kirchenraum projiziert und im Rahmen der Veranstaltung präsentiert wird. In diesem Werk setzt sie sich mit der Frage nach Erinnerung im Spannungsfeld von Geschichte und Gegenwart auseinander. Das Bild wird parallel zur Performance gezeigt und schafft so einen dialogischen Raum zwischen künstlerischer Reflexion und körperlich-performativer Erfahrung.

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Public transport
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Walking

Sophienkirche

Große Hamburger Straße 29-30, 10115 Berlin, Germany, Berlin, BE, 10115

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EUR 17.17

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1 hour 30 min

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